Weihnachten in Deutschland

Nach 5 Jahren das erste Weihnachten in Deutschland. Und ich muss sagen es fühlt sich schon deutlich mehr nach Weihnachten an als bei 30°C in Australien. Es wurde viel gegessen und getrunken, aber das Wichtigste war es Familie und Freunde nach doch längerer Zeit mal wieder zu sehen. Es hat sogar ab dem 2. Weihnachtsfeiertag geschneit, so dass es doch noch eine weisse Weihnacht war. Und so lange man nicht raus muss, ist das schon sehr schön anzusehen.

Sydney und Tasmanien

Kurz vor Weihnachten war ich für eine Konferenz in Sydney an der University of New South Wales. Im Anschluss war ich dann noch für 5 Tage auf Tasmanien. Ich wollte schon immer mal dort hin und da meine Frequent Flyer Meilen kurz vor dem Auslaufen waren, habe ich diese Gelegenheit mal genutzt. Ich kann Tasmanien nur empfehlen. Sehr schöne Landschaft und recht kompakt, so dass man schon in einer Woche sehr viel sehen kann. Ich habe mich in meinen 5 Tagen auf die östliche Hälfte beschränkt mit Hobart, Port Arthur, Freycinet National Park und Mt. Fields National Park.

 

Liegengelassene Arbeit aufholen

Die ersten 3 Monate meiner „neuen“ Tätigkeit bestanden hauptsächlich darin, die während dem Schreiben der Dissertation liegen gebliebenen Aufgaben  abzuschliessen. Es hiess also noch nicht analysierte Daten auszuwerten und das Ganze dann in Form von wissenschaftlichen Artikeln zu veröffentlichen. Das Ganze lief auch mehr oder weniger erfolgreich, so dass ich einige neue Artikel meiner Publikationsliste hinzufügen konnte.

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0927024814003419

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/lpor.201400081/abstract

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ja505330x?prevSearch=hambsch&searchHistoryKey=

Als nächstes steht jetzt hoffentlich endlich mein Abschluss auf dem Programm. Im Moment warte ich immer noch auf die Gutachten zu meiner Dissertation. Wenn das dann hoffentlich irgendwann erledigt ist, heisst es dann sich nach einem neuen Job umschauen. Das wird dann auch wieder interessant.

Familientreffen

Nachdem die Doktorarbeit abgegeben war, waren meine Eltern und mein Bruder mit seiner  Freundin zu Besuch. Wir waren für ein paar Tage an der Sunshine Coast, um sich in die Wellen zu stürzen. Es war schön alle mal wieder live zu sehen nach mehr als 1.5 Jahren.

Ansonsten hiess es meinen neuen Job anzutreten. Da es ja aber im gleichen Büro ist, war es keine große Umstellung, außer das es jetzt etwas mehr Geld gibt. Jetzt wäre es nur schön wenn ich endlich meine Gutachten für meine Dissertation bekommen könnte, damit ich wüsste ob alles in Ordnung ist. Leider scheint sich das Ganze aber etwas hinzuziehen.

Es ist geschafft!

Diese Woche habe ich es nun endlich geschafft meine Dissertation abzugeben. Die letzten 2 Monate standen deswegen auch ganz im Zeichen der Arbeit. Nebenbei musste auch noch einiges an Papierkram erledigt werden, damit ich dann nächste Woche meinen neuen Job antreten kann. Es hat also gerade so zu 3,5 Tagen Erholung gereicht. Nicht ganz optimal. Jetzt heisst es noch warten was dann die Gutachter zu meiner Doktorarbeit sagen .

Schreibphase

Ich habe ja jetzt schon seit 3 Monaten hier nix mehr von mir hören lassen. Das hat eigentlich 2 Gründe. Erstens es gibt nichts wirklich spannendes zu berichten und zweitens bin ich derzeit ganz gut mit Schreiben beschäftigt. Ja ihr habt richtig gehört, ich befinde mich jetzt in der Endphase meiner Doktorarbeit. Die Experimente sind abgeschlossen und bis Ende März will ich alles fertig haben und abgeben.

Was ist sonst so in den letzten 3 Monaten passiert. Beim Fussball haben wir leider das Grand Final nach Elfmeterschiessen verloren. Ich denke aber es war insgesamt eine gute Saison, durch die ich diesmal auch ohne grössere Verletzung gekommen bin. Eine Premiere in meiner Zeit in Australien. Zum Abschluss der Saison ging es dann mit der Mannschaft für ein verlängertes Wochenende noch nach Byron Bay. Ein abwechslungsreiches Wochenende mit Beach-Soccer, Surfen und Party.

Der November stand dann wieder im Zeichen des Schnauzers (Movember). Ich habe also wieder versucht mir einen Pornobalken wachsen zu lassen und bin den Mt Coot-tha hoch und runter gerannt (250 Höhenmeter).

Ja und seit einem Monat sitze fast täglich nur noch am Computer und versuche die Arbeit der letzten 3 Jahre und brauchbare englische Worte zu fassen. Daran wird sich auch in den nächsten 3 Monaten wahrscheinlich nichts ändern.

Zu guter Letzt wünsche ich allen noch eine schöne Adventszeit.

3 Jahre

Wie der Titel schon sagt, sind es inzwischen 3 Jahre, die ich in Brisbane bin. Das bedeutet, dass es nur noch 6 Monate bis zur Abgabe meiner Dissertation sind. Ich befinde mich zumindest auch was die praktischen Versuche betrifft in den letzten Zügen. Danach heisst es dann hinsetzen und schreiben. Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Nebenbei kümmere ich mich immer noch um einen Kurs für Studenten im 4. Semester. Also über Langeweile kann ich mich nicht beklagen.

Was war in den letzten Wochen sonst so los. Pascal und Janine haben sich nach 2 Jahren verabschiedet und sind jetzt auf Ihrer Tour durch (oder um) Australien. Zum Abschied wurde erst mal schön ein ganzes Schwein gegrillt. Das hat ganz schön lange gedauert, aber geschmeckt hat es am Ende auf alle Fälle. Ansonsten haben wir die reguläre Saison beim Fussball auf Platz 2 beendet. Nun warten noch die Playoffs, in denen wir uns vielleicht noch die Meisterschaft holen können. Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Spanferkel und vom Crows Nest Nationalpark.

Nix Neues Down Under

Wie der Titel schon sagt, gibt es nicht wirklich etwas Interessantes zu berichten. Das Leben läuft halt so vor sich hin. In der Uni geht es so langsam dem Ende entgegen, so dass ich mir langsam überlegen muss, was ich noch an Experimenten lohnt bevor ich dann wirklich den Fokus auf das Schreiben legen muss. Nebenbei betätige ich mich ja immer noch als Lehrkraft, um etwas Extrageld zu verdienen und nicht alles was ich über elektronische Schaltungen mal gelernt habe, zu vergessen.

Daneben bleibt dann meist noch Zeit für den Sport. Beim Fussball sind wir derzeit noch Tabellenführer, nachdem wir nach 12 ungeschlagenen Spielen dann doch mal verloren haben. Die größte Überraschung ist aber, dass ich bis jetzt ohne größere Verletzung durch die Saison gekommen bin (3x mal auf Holz klopfen). Um nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu bleiben, haben wir im Kollegenkreis jetzt ein Kneipenquiz-Team gegründet (ja das gibt es hier auch Herr Mellendorf). Ich sehe zwar speziell bei australischer Politik immer etwas alt aus, aber bei Sport und Geographie kann ich auch hier mithalten. Haben es auch immerhin mal auf Platz 3 geschafft. Apropos Politik, in Australien gab es vor kurzem auch einen politischen Umsturz (nicht so spannend und brutal wie in Ägypten). Julia Gillard haben sie Parteiintern abgesägt und dafür ist jetzt der ehemalige Premierminister Kevin Rudd wieder an der Macht. Interessanterweise wurde dieser vor einigen Jahren intern durch Frau Gillard ersetzt. Ihr seht hier wird ganz schnell mal gemeutert. Da kann Frau Merkel froh sein, dass sie in Deutschland ist.

Ich hoffe in Zukunft gibt es mal wieder etwas Spannenderes zu berichten, darauf verlassen würde ich mich an eurer Stelle aber nicht.

Ich bleibe wohl noch etwas länger

Diese Woche habe ich die Bestätigung bekommen, das mein Stipendium verlängert wird. Das bedeutet ich bleibe noch bis Anfang 2014 hier und habe noch etwas mehr Zeit meine Dissertation zu schreiben. Ich hoffe das reicht dann um alles fertig zu bekommen.

Ansonsten ist momentan noch Nikos, ein Kollege mit dem ich in Denver bei NREL zusammen gearbeitet habe, zu Besuch. Mit ihm und ein paar anderen Kollegen haben wir über ein verlängertes Wochenende ein Apartment an der Gold Coast gemietet. Da hiess es dann am Strand oder beim Bier über die Wissenschaft zu philosophieren. Es gibt Schlimmeres.