Liegengelassene Arbeit aufholen

Die ersten 3 Monate meiner „neuen“ Tätigkeit bestanden hauptsächlich darin, die während dem Schreiben der Dissertation liegen gebliebenen Aufgaben  abzuschliessen. Es hiess also noch nicht analysierte Daten auszuwerten und das Ganze dann in Form von wissenschaftlichen Artikeln zu veröffentlichen. Das Ganze lief auch mehr oder weniger erfolgreich, so dass ich einige neue Artikel meiner Publikationsliste hinzufügen konnte.

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0927024814003419

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/lpor.201400081/abstract

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ja505330x?prevSearch=hambsch&searchHistoryKey=

Als nächstes steht jetzt hoffentlich endlich mein Abschluss auf dem Programm. Im Moment warte ich immer noch auf die Gutachten zu meiner Dissertation. Wenn das dann hoffentlich irgendwann erledigt ist, heisst es dann sich nach einem neuen Job umschauen. Das wird dann auch wieder interessant.

Es ist geschafft!

Diese Woche habe ich es nun endlich geschafft meine Dissertation abzugeben. Die letzten 2 Monate standen deswegen auch ganz im Zeichen der Arbeit. Nebenbei musste auch noch einiges an Papierkram erledigt werden, damit ich dann nächste Woche meinen neuen Job antreten kann. Es hat also gerade so zu 3,5 Tagen Erholung gereicht. Nicht ganz optimal. Jetzt heisst es noch warten was dann die Gutachter zu meiner Doktorarbeit sagen .

Schreibphase

Ich habe ja jetzt schon seit 3 Monaten hier nix mehr von mir hören lassen. Das hat eigentlich 2 Gründe. Erstens es gibt nichts wirklich spannendes zu berichten und zweitens bin ich derzeit ganz gut mit Schreiben beschäftigt. Ja ihr habt richtig gehört, ich befinde mich jetzt in der Endphase meiner Doktorarbeit. Die Experimente sind abgeschlossen und bis Ende März will ich alles fertig haben und abgeben.

Was ist sonst so in den letzten 3 Monaten passiert. Beim Fussball haben wir leider das Grand Final nach Elfmeterschiessen verloren. Ich denke aber es war insgesamt eine gute Saison, durch die ich diesmal auch ohne grössere Verletzung gekommen bin. Eine Premiere in meiner Zeit in Australien. Zum Abschluss der Saison ging es dann mit der Mannschaft für ein verlängertes Wochenende noch nach Byron Bay. Ein abwechslungsreiches Wochenende mit Beach-Soccer, Surfen und Party.

Der November stand dann wieder im Zeichen des Schnauzers (Movember). Ich habe also wieder versucht mir einen Pornobalken wachsen zu lassen und bin den Mt Coot-tha hoch und runter gerannt (250 Höhenmeter).

Ja und seit einem Monat sitze fast täglich nur noch am Computer und versuche die Arbeit der letzten 3 Jahre und brauchbare englische Worte zu fassen. Daran wird sich auch in den nächsten 3 Monaten wahrscheinlich nichts ändern.

Zu guter Letzt wünsche ich allen noch eine schöne Adventszeit.

Nix Neues Down Under

Wie der Titel schon sagt, gibt es nicht wirklich etwas Interessantes zu berichten. Das Leben läuft halt so vor sich hin. In der Uni geht es so langsam dem Ende entgegen, so dass ich mir langsam überlegen muss, was ich noch an Experimenten lohnt bevor ich dann wirklich den Fokus auf das Schreiben legen muss. Nebenbei betätige ich mich ja immer noch als Lehrkraft, um etwas Extrageld zu verdienen und nicht alles was ich über elektronische Schaltungen mal gelernt habe, zu vergessen.

Daneben bleibt dann meist noch Zeit für den Sport. Beim Fussball sind wir derzeit noch Tabellenführer, nachdem wir nach 12 ungeschlagenen Spielen dann doch mal verloren haben. Die größte Überraschung ist aber, dass ich bis jetzt ohne größere Verletzung durch die Saison gekommen bin (3x mal auf Holz klopfen). Um nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu bleiben, haben wir im Kollegenkreis jetzt ein Kneipenquiz-Team gegründet (ja das gibt es hier auch Herr Mellendorf). Ich sehe zwar speziell bei australischer Politik immer etwas alt aus, aber bei Sport und Geographie kann ich auch hier mithalten. Haben es auch immerhin mal auf Platz 3 geschafft. Apropos Politik, in Australien gab es vor kurzem auch einen politischen Umsturz (nicht so spannend und brutal wie in Ägypten). Julia Gillard haben sie Parteiintern abgesägt und dafür ist jetzt der ehemalige Premierminister Kevin Rudd wieder an der Macht. Interessanterweise wurde dieser vor einigen Jahren intern durch Frau Gillard ersetzt. Ihr seht hier wird ganz schnell mal gemeutert. Da kann Frau Merkel froh sein, dass sie in Deutschland ist.

Ich hoffe in Zukunft gibt es mal wieder etwas Spannenderes zu berichten, darauf verlassen würde ich mich an eurer Stelle aber nicht.

Ich bleibe wohl noch etwas länger

Diese Woche habe ich die Bestätigung bekommen, das mein Stipendium verlängert wird. Das bedeutet ich bleibe noch bis Anfang 2014 hier und habe noch etwas mehr Zeit meine Dissertation zu schreiben. Ich hoffe das reicht dann um alles fertig zu bekommen.

Ansonsten ist momentan noch Nikos, ein Kollege mit dem ich in Denver bei NREL zusammen gearbeitet habe, zu Besuch. Mit ihm und ein paar anderen Kollegen haben wir über ein verlängertes Wochenende ein Apartment an der Gold Coast gemietet. Da hiess es dann am Strand oder beim Bier über die Wissenschaft zu philosophieren. Es gibt Schlimmeres.

IOESC Konferenz

Letzte Woche stand die von meinen Chefs organisierte Konferenz an der Sunshine Coast auf dem Programm. Das Ganze fand im Palmer Coolum Resort in Coolum Beach statt. Sehr nette Location mit einem PGA Golfplatz und 15min Fußweg bis zum Strand. Die Konferenz an sich war eher klein mit ca. 130 Teilnehmern, da es nur um organische Solarzellen ging. Das hatte aber auch den Vorteil, dass man besser ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern kam. Unter den Besuchern waren auch eine Leute mit denen ich in Golden bei NREL zusammen gearbeitet habe. In den Pausen bot sich dann auch immer mal die Möglichkeit für sportliche Aktivitäten wie Tennis, Schwimmen, Surfen, Cricket oder Bogenschießen. Alles in allem die beste Konferenz auf der ich bis jetzt war, da man sich wirklich mal mit anderen Wissenschaftlern austauschen konnte.

Ansonsten haben wir die reguläre Saison als Tabellenzweiter beendet und das Playoff-Halbfinale mit 1:0 gewonnen. Nächstes Wochenende steht dann das 3. Grand Final in Folge auf dem Programm. Mal sehen ob wir auch das zum 3. Mal gewinnen können. Was positiv dazukommt, ist das ich inzwischen auch wieder aktiv am Spielbetrieb teilnehmen kann, da der Knöchel mittlerweile wieder (fast) in Ordnung ist.

Perth und Rottnest Island

Anfang Februar war ich zur International Conference on Nanoscience and Nanotechnology in Perth. Die Konferenz war ganz okay, auch wenn sich das international doch etwas in Grenzen hielt. Es waren aber zumindest auch ein paar Deutsche da. Nach der Konferenz blieb zumindest noch Zeit um mal zum Cottlesloe Beach zu fahren oder nach Rottnest Island, einer Insel vor Perth auf der es keine Autos gibt (naja Busse gibt es). Man kann also ziemlich entspannt umher radeln und immer mal Stopps an verschiedenen Buchten und Stränden einlegen. Außerdem gibt es auf Rottnest noch die Quokkas eine Art Minikänguruh.

Hier also noch ein paar Bilder von Perth und Rottnest Island.

Zurück in Brisbane

Nachdem der letzte Eintrag jetzt schon wieder einige Zeit zurück liegt, will ich doch mal schreiben was so passiert ist seit ich wieder zurück in Brisbane bin. Als erstes waren natürlich meine Eltern zu Besuch. War sehr schön sie wieder mal live zu sehen anstatt bei Skype. Ich denke in den zwei Wochen haben sie ein bisschen was von Südost-Queensland gesehen. Darunter verschiedenste Tiere inklusive Schlangen, die Uni, die größte Sandinsel der Welt (Fraser Island) und verschiedenste Strände.

Nachdem meine Eltern sich wieder auf den Weg zurück ins kalte Deutschland gemacht haben, stand dann erstmal die Arbeit im Vordergrund, u.a. das Korrigieren von 150 Abschlussberichten des Elektronikkurses, den ich dieses Semester mitbetreut habe. Wenn dann noch etwas Zeit blieb, wurde diese genutzt um sich mit allen möglichen Leuten zu treffen um zu sehen was in meiner Abwesenheit alles so passiert ist. Dabei wurde unter anderem die Abgabe zweier Dissertationen gefeiert, die Meisterschaft mit meiner Mannschaft nach gefeiert und einer meiner besten Freunde nach England verabschiedet.

Jetzt heißt es erstmal noch 4 Wochen arbeiten und dann ist schon wieder Weihnachten und ein sehr ereignisreiches Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu.